WANDERUNGEN RUND UM TURUNÇ
(Herbst 2004)

 

In Marmaris gibt es einen gut organisierten Wanderverein, der im Frühjahr und Herbst immer sonntags zu Fuss ist. Aber auch sonst können wir dort Führer für Gruppen finden.

Von Birgit und Walter Wehner.

 

 

 

 

 

 

 

1. Von Turunç nach Içmeler

 

Dauer: ca. 3 Std. (eine Richtung)

Voraussetzungen: festes Schuhwerk, Getränke, ev. Badezeug
Schwierigkeit: Anstiege bis auf ca. 400 m, steile Abstiege
Markierung: gesamter Verlauf mit roten Zeichen
Besonderheiten: mehrere schöne Aussichtspunkte auf die Küste, Inseln und das Meer, schöner Rastplatz auf halber Strecke (bei einer Ebene mit rotem Felsgestein und Sicht bis Marmaris)

Der Weg beginnt direkt vor der Tür der Internationalen Akademie Marmaris in Içmeler. Man wendet sich nach rechts auf den schmalen Pfad bei den Hundehütten.















Nach kurzer Zeit mündet ein aus dem Ort Turunç kommender Pfad (Aufstieg am Friedhof) auf dem Weg und man ersteigt den ersten Bergsattel. Prachtvolle Aussicht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab hier immer den roten Markierungen nach.

Ein Abstieg zum verlassenen Hotel auf halber Strecke und dann der Küstenstraße entlang Richtung Içmeler empfiehlt sich nicht – man versäumte zwei sehr schöne Aussichtspunkte.

Wenn man direkt im Hafen von Içmeler auskommen möchte (Wassertaxi zurück nach Turunç!), nimmt man (nach gut 2 ½ Stunden) den Abstieg nach dem alten verfallenen Wasserbrunnen (linker Hand unter Büschen verborgen) und einem letzten leichten Anstieg den Pfad rechts hinunter zum Strand (auch hier einige rote Markierungen). Vorherige Pfade, die rechts abbiegen, sind teilweise sehr steil und mit Kletterei verbunden.
Der letzte Teil des Abstieges führt durch Stein und Kies (Rutschgefahr!) und endet an einer kleinen Mauer mit einigen Treppenstufen.

Auf der Straße wendet man sich ein paar Schritte nach rechts bis zum Ende der Hotelanlage. Hier gibt es einen Zugang zum Strand mit einem Brunnen (Salzwasser!) und Rambazamba auf der Strandpromenade. (Keine akzeptable Bademöglichkeit links Richtung Hafen und an dessen Ende, Sackgasse!)

Wenn man dem Pfad und seiner Markierung weiterfolgt und nicht Richtung Hafen absteigt, erreicht man einen Weg, der in den Ort Içmeler führt (Restaurants und Dolmus!. Es geht auch mit dem Daumen, wir wurden bereits nach wenigen Minuten auf der Hauptstraße Marmaris - Içmeler mitgenommen). Içmeler war nach der Stille und der prachtvollen Natur einfach nur fürchterlich laut und rummelig, Sehenswürdigkeiten (Altstadt?) konnten wir nicht entdecken.

 

2. Zu den Ruinen von Amos

Dauer: ca. 1-2 Std. (eine Richtung)

Voraussetzungen: festes Schuhwerk (für den letzten Teil des Weges), Getränke
Schwierigkeit: leichte An- und Abstiege
Markierung: im letzten Teil gelbe Markierung
Besonderheiten: schöne Aussichtspunkte auf die Küste, Inseln und das Meer, schöner Rastplatz im verfallenen Amphitheater, einige antike Zeugnisse (Mauern, behauene Steine, Theateranlage, Tempelreste)

Der in einigen Wanderführern beschriebene alte Küstenpfad ist durch die Asphaltstraße größtenteils zerstört. Wer ein wenig klettern mag, kann den links Richtung Meer abbiegenden Landwirtschaftswegen (zu den Bienenstöcken) folgen, um nach einiger Zeit wieder über die Felsen zur Straße aufzusteigen.

Beginnen kann man die Wanderung entweder am Ortsausgang von Turunç, in dem man der Asphaltstraße nach Amos/Kumlübük folgt. Oder am Strand von Turunç entlang durch die große Hotelanlage am Ende der Bucht, über den Hinterhof der Hotelbauten, dann links aufsteigend den breiten Waldweg bis zur Straße nach Amos nehmen. Dieser nach links folgen, erster schöner Aussichtspunkt nach wenigen Metern.
Nach rund einer Stunde erreicht man eine Anhöhe mit einem englischsprachigen Schild, das auf die Ruinen von Amos verweist. (Die Straße führt weiter abwärts nach Kumlubük, hier Restaurant, Bademöglichkeit am Strand, nach Wassertaxi- und Dolmuszeiten vorher erkundigen! Wir trafen gegen 15.15 Uhr in Kumlubüc auf einen Dolmus zurück nach Turunç).
Am Schild führt linker Hand durch ein Ziegengatter ein gelb markierter Pfad zu den Ruinen.

Ein Abstieg vom Felsplateau – Luftlinie Kumlubük – ist schwierig und nicht ungefährlich (rutschiger Schotter, steil), leichter ist es am Ende der Hochfläche über einen Hohlweg am Amphitheater und eine halbzerfallene Steintreppe auf Ziegenpfaden zurück zur Straße zu gehen.


3. Zu den Buchten jenseits von Kumlubük

Dauer: aus Zeitgründen sollte man die Wanderung erst in Kumlubük beginnen, für den Hin und Rückweg ab Kumlubük sind 4-5 Stunden einzuplanen. (Wir wurden bereits nach wenigen Minuten am Ortsausgang von Turunç mitgenommen, auch der Rückweg war „mit dem Daumen“ kein Problem).
Voraussetzungen: festes Schuhwerk, teilweise führt der Pfad durch dorniges Gestrüpp, Getränke und Proviant (kein Restaurant nach Kumlubük), Badesachen
Schwierigkeit: steile An- und Abstiege
Markierung: Steinmännchen
Besonderheiten: schöne Aussichtspunkte auf die Küste, Inseln und das Meer, Klippen, Felswände, Rastplatz am Meer, Kieselstrand, Fische, Bademöglichkeit

Wenn die Fahrstraße hinunter zum Strand und zum letzten großen Hotel am Ende der Streusiedlung führt (nach einer mit Videoanlage und Eisengittern versehenen Anlage), beginnt rechts ein breiter befahrbarer Landwirtschaftsweg in den Wald. Er zieht sich auf relativ gleichbleibender Höhe im Bogen oberhalb der Bucht entlang. Nach gut einer halben Stunde teilt er sich. Dem linken leicht abwärts führenden Weg folgen (geradeaus ist nach wenigen Metern Schluß, Auf- und Abstiege nur durch Dickicht und Felsen möglich, keine Pfade!). Der linke Weg führt an Bienenhäusern vorbei auf eine Freifläche, wo er sich erneut teilt. Links geht es zur Küste (Bade- und Tauchmöglichkeit), der rechte, dem wir folgen, steigt leicht an. Nach einer wilden Müllkippe (Flaschen) endet der Weg, ein Pfad führt weiter bergauf.

Steinmännchen markieren den Pfad, der nach ca. 2 Std. zu einer Bucht absteigt.

Zuvor sind einige Auf- und Abstiege zu bewältigen, grandiose Aussichten von einer Felsenklippe zu genießen, und weitere Steinmännchen zu bauen.

 

 

 

 






Der Rückweg erfolgt auf dem gleichen Pfad.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


4. Zur Ziegenalm oberhalb von Turunç

Dauer: ca. 2 Std. (eine Richtung)

Voraussetzungen: festes Schuhwerk, Getränke und Proviant (kein Restaurant)
Schwierigkeit: Hinweg nur bergauf
Markierung: einige Steinmännchen
Besonderheiten: schöne Aussichtspunkte auf die Küste und Turunç, prachtvoller Rastplatz

Am Ende der Geschäftsstraße von Turunç nach rechts der Asphaltstraße Richtung Amos folgen. Nach dem Brunnen mit Trinkwasser, hinter der Linkskurve, die 2. breite, staubige Straße nach rechts aufsteigen. Wenn rechter Hand ein Feld beginnt und ein steinerner Elektromast erreicht ist, recht über den Acker Richtung Wald abbiegen. Am Waldrand befindet sich der Anfang eines Pfades (zeitweise Steinmännchen), der stetig bergan führt und nach ca. 1 ½ Std. an einem Olivenhain mit einer Steinmauer endet.

 

 

 

Durch das Tor den Abhang weiter aufsteigen, Ziegenpfade führen zur Alm mit zwei Steinhäusern für die Hirten.

 

 

 

 

 

 

 


Für den Rückweg kann man eine Variante einschlagen. Am Tor/Ausgang der Alm sofort nach links wenden und dem schmalen Pfad folgen.

Er führt zu einem Bach und dann, diesen und andere Zuflüsse mehrfach kreuzend, stetig bergab, teilweise im Flußbett, teilweise an einer Wasserleitung entlang, und endet an der Zufahrtstraße zu einigen Häusern wieder am Trinkwasserbrunnen an der Straße Turunç - Amos.
Für ausdauernde Wanderer führt jenseits der Ziegenalm, zunächst hinter der rückwärtigen Steinmauer entlang, dann durch das Buschwerk stetig bergauf ein Pfad. Vermutlich endet er auf der asphaltierten Straße oben in den Bergen, die nach Osmaniya - Bozburun führt. Wir haben die Wanderung nach gut einer ½ Stunden abgebrochen. (Sollte man die Straße erreichen, müsste man sich nach links wenden und ihr bis zur Verbindungsstraße Turunç - Içmeler folgen. Sie mündet ziemlich genau am höchsten Punkt dieser Straße).

5. Zur Moschee in Osmaniya

Dauer: ca. 4-5 Std.

Voraussetzungen: festes Schuhwerk, Getränke, Verpflegung (kein Restaurant in Osmaniya)
Schwierigkeit: Auf- und Abstiege, fast durchgehend befestigte Wege
Markierung: keine, aber Ortsschilder
Besonderheiten: mehrere schöne Aussichtspunkte, karge Hochfläche, Moschee, alter Friedhof, Riesenplatane mit Rastplatz

Mit dem Dolmus von Turunç nach Içmeler bis zum Abzweig nach Bozburun fahren (höchster Punkt der Straße). Nach links auf der staubigen Straße bergaufsteigen. Wenn die Straße sich teilt (rechts geht es zum Hotel „Green Platane“, soll eine Sackgasse sein), der linken, jetzt asphaltierten Straße folgen. Sehr schöne Ausblicke zurück nach Turunç.

Immer dieser Fahrstraße nach – auf und ab – gelegentlich lassen sich auf Pfaden die Kurven abschneiden, bis linker Hand Osmaniya in einer Senke auftaucht. Links abbiegen in den „Ort“, hinunter zur Moschee, weiter bis zum Ende der Dorfstraße.

Im Wald sind prächtige Erdbeerbäume zu bewundern.


   

 Hier befinden sich ein Brunnen (Trinkwasser, viele Bienen!), eine große Platane und gemauerte Sitzgelegenheiten zum Rasten. Wer danach noch den Friedhof besichtigen möchte, geht den Weg zurück zur Moschee, hält sich dann auf der Straße gerade aus (nicht zur Fahrstraße zurück).

 Sie führt mit mehreren Kurven zum Ende der Streusiedlung, an der sich links hinter einem Hügel ein alter Friedhof befindet. Den auf der Karte verzeichneten Weg zur Küste konnten wir hier nicht entdecken! Rückweg wie Hinweg. Abstiege direkt von der Asphaltstraße Richtung Turunç haben wir nicht ausprobiert, es müßte aber eine Möglichkeit durch die „wilde“ Schlucht von Turunç geben.

 

 

6. Zur „wilden“ Schlucht von Turunç

Dauer: ca. 4 Std.

Voraussetzungen: unbedingt festes Schuhwerk, Getränke, Verpflegung
Schwierigkeit: An- und Abstiege, teilweise steil, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, im Frühjahr wahrscheinlich Flußwasser
Besonderheiten: bizarre Felsformationen, tiefe Schluchten, steiniges Flußbett mit großen Felsbrocken

 

Von der Hauptstraße in Turunç am Dolmusparkplatz vor der Flußbrücke rechts abbiegen (die Wanderung folgt im Prinzip diesem Fluß Richtung Quelle). Bis zur Asphaltstraße gehen, nach links abbiegen, an der ersten Straße rechts, in die SOKAK 48, abbiegen. Dem Straßenverlauf folgen. Wenn linker Hand eine Wellblechbehausung auftaucht, rechts den Fluß auf einer abenteuerlichen Brücke aus Eisenstangen und Brettern überqueren. Sich nach links wenden und dem breiten Aschenweg folgen. An einem rosa Haus vorbei geradeaus weiter durch Gartenland, immer auf der rechten Flußseite bleiben. Über ein ummauertes Weidestück für Ziegen geradeaus, am Ende befindet sich links ein Durchgang in der Steinmauer. Ab hier den Steinmännchen und an der Schlucht den roten Markierungen folgen. Der Pfad führt bergauf, teilweise durchs Gebüsch, teilweise über Schotterpfade, schließlich steigt er zur ersten Felsklippe empor.

 Tief unten liegt das Flußbett, prächtige Sicht in die Schlucht. Unbedingt der roten Markierung folgen, sie geleitet sicher über Felsbänder und Felsbrocken auf und ab zum Flussbett. Dann wieder im Geröll aufsteigen, immer den Steinmännchen nach.

 

 

 

 

 

 Seitenpfade nach rechts führen wohl alle ins Nichts, ein Abstieg nach links (sehr steil!) hinunter zum Fluß verläuft wohl auf der anderen Seite wieder steil bergauf (durch Dornendickicht!, wenn man den gegenüberliegenden Berghang bezwingt und den Bergsattel erreicht, trifft man auf eine Steinmauer, Pfade und schließlich linker Hand auf einen breiten bequemen Weg nach Turunç). Folgt man hingegen den Steinmännchen weiter, so bietet der Pfad schöne Rückblicke auf Turunç und das Meer. Nach ca. 1 ½ Std. (Gesamtzeit) erreicht man relativ leicht das Flußbett mit Riesenfelsen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flußaufwärts kann man noch gut 1 Std. klettern (teilweise Steinmännchen), dann wird es schwieriger und wir sind umgekehrt. Vermutlich vermag man sich
mit einiger Mühe bis zur Straße nach Osmaniya durchzuschlagen.
Rückweg wie Hinweg, erneut grandiose Blicke in die Schlucht.